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Fachärztin für Arbeitsmedizin in Hamburg
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“Und das Licht wird doch angeschaltet….“ - Gute Beleuchtung am Bildschirmarbeitsplatz

Immer wieder finden Arbeitgeber und Fachleute des Arbeitsschutzes die Mitarbeiter der Bürobereiche des Unternehmens in regelrechten “Dunkelkammern“ wieder. Neben dem Monitor ist bestenfalls eine Minimalbeleuchtung angeschaltet. Dies oftmals in Form einer kleinsten “funzeligen“ Lampe, die womöglich lediglich schwaches, punktuelles Licht neben dem Monitor nur nach unten abgibt.
Von den geforderten 500 Lux, einer indirekten effektiven Ausleuchtung des Arbeitsplatzes weit entfernt, äußern die Betroffenen, dass die Blendung und das volle Licht am frühen Morgen doch zu stark und insgesamt auch zu ungemütlich seien.

Sie haben eine Vorstellung von der schummerigen Gesamtatmosphäre des Arbeitsplatzes am Morgen im Winter oder?
Sollten wir es den Mitarbeitern an dieser Stelle nicht selbst überlassen, wie sie sich ihren Büroarbeitsplatz einrichten? Von ewigen Ermahnungen ermüdete Arbeitgeber und beauftragte Arbeitsschutz-Menschen bleibt oft nur noch das Statement: Hauptsache, sie fühlen sich wohl!
Eine Studie aus dem letzten Jahr zeigte aber, dass eine wiederkehrende Unterweisung, der stetige Hinweis auf eine gute Beleuchtung an Bildschirmarbeitsplätzen und die Benutzung der vorgesehenen Lampen im Gesundheitsschutz wirklich sinnvoll sind.
Weltweit wird eine Zunahme der Kurzsichtigkeit beobachtet, was Großteils auf die Änderung der Sehgewohnheiten und die Tageslichtexposition zurückzuführen sei, so Lagrèze und Schaeffler in ihrer Untersuchung (siehe Quellenangabe). Das Wahrscheinlichkeitsverhältnis für eine stärkere Kurzsichtigkeit sei bei geringer Tageslichtexposition um den Faktor 5 erhöht und steige bei einem zusätzlich hohen Maße an Naharbeit auf das bis zu 16-fache an.

Um also den Einsatz starker optischer Hilfsmittel, Brillengläser und Kontaktlinsen, und eine Progression der Kurzsichtigkeit zu mindern, können gute Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz sowie eine ausreichende Tageslichtexposition durchaus ihren Beitrag leisten!
Zudem spielt der Faktor Licht für unsere innere Uhr und damit für eine Vielzahl biochemischer Prozesse im menschlichen Körper eine ganz entscheidende Rolle!
Wir empfehlen daher, bei Begehungen auf diese Zusammenhänge und die Zahlen der genannten Metaanalyse bei betroffenen Arbeitnehmern aufmerksam zu machen und auf eine blendungsfreie, gute, effektive Beleuchtung zu achten – es lohnt sich für alle Beteiligten!
(Quelle: Lagrèze WA, Schaeffel F: Preventing myopia. Dtsch. Ärzteblatt Int. 2017; 114: 575-80, Heft 35-36, 04.09.2017; DOI: 10.3238/arztbl.2017.0575)

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